
Bayreuth, 01.04.2012
Liebe Besucher meiner Homepage,
allmählich kehrt nach der Oberbürgermeister-Wahl wieder das normale Leben in Bayreuth ein. Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden, Michael Hohl muss zum 1. Mai 2012 den Chefsessel im Bayreuther Rathaus an Brigitte Merk-Erbe von der Bayreuther Gemeinschaft übergeben.
Nachdem die Wahl für die Bayreuther SPD am 11. März verloren gegangen ist, bin ich mit dem Endergebnis dennoch zufrieden. Nicht nur, weil erstmals eine Frau an der Spitze der Stadt steht, sondern vor allem deshalb, weil damit ein neuer Stil im Stadtrat einkehren wird. Die Atmosphäre war in den letzten Jahren teilweise unerträglich. Leider hat Michael Hohl niemals den ernsthaften Versuch unternommen, mit allen Stadträten ein gutes Miteinander zu erreichen.
Ihm reichten offenbar, seine scheinbar gesicherten Mehrheiten – egal woher und wie diese zustande kamen. Ein großer Fehler, wie sich jetzt heraus gestellt hat.
Die SPD-Fraktion setzt mehrheitlich große Hoffnungen auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Frau Merk-Erbe. Ein gutes Arbeitsklima im Stadtrat wird künftig eine erfolgreiche fraktionsübergreifende Zusammenarbeit fördern - zugunsten der wichtigen Projekte, die es für Bayreuths Zukunft zu entscheiden gilt.
In diesem Sinne freue ich mich auf eine neue Ära für Bayreuth!
Ihre Christa Müller-Feuerstein
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Liebe Besucher meiner Homepage,
nach dem für mich sehr enttäuschenden Ergebnis zur Wahl am 11. März 2012 will ich Ihnen einige abschließende Gedanken nicht vorenthalten.
In den letzten Tagen erhielt ich von zahlreichen Bürgern Telefonanrufe oder Mails, in denen sie mir mitteilten, wie sehr sie mein Ergebnis aus dieser Wahl bedauern. Einige sagten es sehr deutlich: Sie wollten einen Wechsel im Rathaus und nachdem Frau Merk-Erbe in den Prognosen der Medien bereits sicher in der Stichwahl war, gaben sie ihre Stimme der BG und nicht der SPD.
Viele gaben als Grund auch das Bild der Bayreuther SPD in der Öffentlichkeit an, das man als zerstritten und gespalten sieht. Meine Kandidatur wurde darüber hinaus als Notlösung gesehen, nachdem bereits mehrere Kandidaten abgesprungen waren.
Wie dem auch sei, es waren wohl mehrere Gründe für das Abschneiden der SPD-Kandidatin verantwortlich. Und wie es scheint, entwickelt sich das uneinheitliche Bild der SPD in der Öffentlichkeit durch das unsolidarische Verhalten einzelner Mitglieder weiter, was ich ganz besonders bedauere.
Die sozialdemokratische Partei ist mit ihren Zielen und Idealen nach wie vor für mich eine wichtige Größe in der Parteienlandschaft und für Bayreuth unentbehrlich, was auch mit meinem Wahlprogramm zum Ausdruck kommt.
Was die Wahl am 11. März sehr deutlich gezeigt hat, der Wille der Wähler nach einem Wechsel im Rathaus ist stark. Michael Hohl hat in den 6 Jahren seiner Amtszeit viel Vertrauen verspielt. Auch wenn vieles von den Mauscheleien und dem Schlendrian gar nicht in die Öffentlichkeit gelangen und die meisten Bürger nur die „Spitze des Eisberges“ sehen. Der Unterschied zu den sozialdemokratischen Oberbürgermeistern vor Michael Hohl wurde von vielen Bürgern dennoch wahrgenommen. Michael Hohl nutzte sein Amt als Oberbürgermeister oft genug für Entscheidungen nach dem CSU-Parteibuch, baute sich CSU-Netzwerke auf, das Wort „Filz“ machte bald die Runde.
Ich bin angetreten für einen Wechsel im Rathaus, damit dort wieder unabhängige und überparteiliche Entscheidungen zugunsten aller Bürger getroffen werden. Leider habe ich es selbst nicht in die Stichwahl geschafft. Ein Wechsel im Rathaus ist mir aber nach wie vor außerordentlich wichtig. Michael Hohl hat den Stadträten immer wieder mit dem Staatsanwalt gedroht und wollte u.a. mich, mundtot machen und einschüchtern. Solches Verhalten ist keine Basis für eine Zusammenarbeit für weitere 8 Jahre.
Der Vorstand der Bayreuther SPD hat sich mit großer Mehrheit darauf geeinigt, für Frau Merk-Erbe eine Wahlempfehlung auszusprechen, mit ihr kann künftig eine bessere gemeinsame Arbeit, von SPD und BG, für Bayreuth gelingen.
Ich wünsche mir am 25. März ein deutliches Ergebnis, damit die Ära Michael Hohl am 30. April 2012 endgültig endet.
Ihre Christa Müller-Feuerstein


